Dienstag, 27. September 2016

Jeffreys Bay

Bevor Joe und ich das Wochenende vom 23.9 – 25.9.16 nach Jeffreys Bay (= JBay) gefahren sind, ist noch einiges passiert.
 
Das Wetter war immer noch nicht besser, weswegen an der Floradale kein Sportunterricht stattfinden konnte. Somit war ich einige Tage mit Joe an der Parkside, was eine echt interessante Erfahrung war. Von den Parkside Kids habe ich einige, für mich neue, Spiele kennengelernt. Die Mädels spielen gerne „I wrote a letter“, was mit dem deutschen „Der Plumssack geht um“ vergleichbar ist. Der Banana Song ist bei den jüngeren Klassen ein absolutes Highlight und es hat nicht lange gedauert, bis ich ihn drauf hatte und ihn mit den Kindern singen konnte. Alle stehen im Kreis und machen die entsprechende Bewegung zu dem Songtext:
“And peel banana, peel, peel banana. And peel banana, peel, peel banana.”
“And cut banana, cut, cut banana. And cut banana, cut, cut banana.”
Dann folgen noch “eat”, “shake”, “drink”, „surf“, swim“, fly“, „walk“, „sit“, „jump“, „clap“, „kick“, „smash“, „sleep“ und „bye”. Die Reihenfolge, sowie das, was die banana macht, beziehungsweise was mit ihr gemacht wird, habe ich mir ausgedacht. Es ist gar nicht so leicht, immer die gleiche Reihenfolge zu singen, denn mir fallen immer wieder neue Sachen für die banana ein. Die Kinder an der Parkside feiern diesen Song jedenfalls total.

Es war ein tolles Gefühl, nach fast zwei Wochen Regenpause endlich wieder an die Floradale gehen zu können. Ich habe mich richtig auf die Sportstunden mit den Kindern gefreut. An der Parkside hatte ich eine Ergänzung zu dem Spiel River & Rocks gelernt, die wir in der nächsten Woche allen Klassen beigebracht haben. Wie gewohnt, springen die Kids bei „River“ hinter die Linie und bei „Rocks“ davor, oder besser gesagt, über die Linie rüber. Bei „Trees“ sollen sie von nun an auf der Stelle hochspringen und über dem Kopf in die Hände klatschen. Nachdem ich es anfangs immer vorgemacht hatte, haben sie es total schnell verstanden. Somit konnten wir das Spiel, was die Kids die letzten Jahre immer nur mit zwei Befehlen gespielt hatten, ein wenig aufpeppen. Im Laufe der Woche hatten wir die meisten Klassen dann einmal auf dem Field und selbst die 6ten haben River & Rocks mit Trees noch gefeiert! 


Fireball mit der 3a

Einer 3ten haben wir Fireball beigebracht und das hat erstaunlicherweise auch echt gut geklappt. Die Hütchen, die ich von Intersport gesponsert bekommen habe, sind gut zum Einsatz gekommen.
Mit den jüngeren Klassen habe ich im Laufe der Woche immer den Banana Song zum Abschluss gemacht. Auch die Kinder an der Floradale sind mittlerweile total begeistert von dem Song. Im Auto, beim Kochen und immer zwischendurch, mein Ohrwurm von diesem Lied begleitet mich momentan ständig. Sogar die anderen Freiwilligen singen nun meist mit mir, wenn ich mal wieder anfange, banana zu singen. 

Die Kommunikation in der Schule funktioniert nicht besonders gut. Keiner der Klassenlehrer war während unserer „Regen-Abwesenheit“ informiert worden, dass kein PT stattfindet, obwohl dies eigentlich hätte geschehen sollen. Nun habe ich im Laufe der Woche alle Handynummern von den Lehrern eingespeichert, sodass sie nun von mir persönlich erfahren, wenn wir nicht kommen, weil das Field nicht in Ordnung ist. Wir entscheiden nicht selbst, ob wir hinfahren oder nicht. Unsere Ansprechpartnerin, eine Lehrerin, sagt uns morgens Bescheid, wenn wir nicht kommen sollen. Nur leider fand dann unter den Lehrern nicht die erbetene Kommunikation statt. Was soll‘s, jetzt weiß ich es und kann mich selber darum kümmern, dass die Lehrer die Information erhalten.


JBay

Ich hatte mittlerweile drei Surfstunden und Surfen mach einfach unglaublich viel Spaß. Schon vor Südafrika habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir ein Board zu kaufen. Und wo in South Africa kann man am besten Boards kaufen? Natürlich in Jeffrey Bay, wie mir diverse Leute sagten. Also haben Joe und ich uns Freitagmittag (23.09.16) auf den Weg dorthin gemacht. Nach 3,5 Stunden waren wir schon in PE, wo wir die Nacht bei den Freiwilligen dort geschlafen haben. Es war echt cool zu sehen, wie die anderen so wohnen. Abends waren Joe und ich dann mit den 10 PE Volunteers lecker essen. 

Samstagmorgen ging es dann auch schon relativ früh weiter, sodass wir pünktlich um 9, wenn die Läden öffnen, in JBay waren. Erst war ich ein wenig verunsichert, ob die Läden auch offen haben, weil am Samstag Heritage Day, ein gesetzlicher Feiertag, war. Aber es war alles gut, die Läden hatten sogar bis mittags / nachmittags offen. Wir haben relativ schnell die Straße mit den Surfläden gefunden, denn JBay ist wirklich nicht so groß. Das heißt, den ganzen Vormittag sind wir diese Straße auf und ab gelaufen und waren gefühlt in jedem Laden drin. Mein Surflehrer in EL hatte mir schon eine Empfehlung gegeben, was für ein Board ich kaufen solle. Die Minimal Boards, nach denen wir gesucht hatten, waren oft ausverkauft. Gebraucht kann man diese Boards sowieso nicht kaufen, weil die so beliebt sind. Viele Läden hatten diese Art von Boards, wie gesagt, auch in neu gar nicht da oder nur in der falschen Länge. Aber ich habe dennoch einen Laden gefunden, Country Feeling, wo es ein passendes Board gab, was mir auch echt gut gefallen hat. An diesem Tag waren wir bestimmt insgesamt fünf Mal in diesem Laden, weil ich mir das Board immer nochmal angucken wollte.
Die PE Leute sind Samstag auch in JBay gewesen, weil sie dort, zusammen mit den drei JBay Freiwilligen, eine Surfstunde genommen haben. Diese Gelegenheit haben Joe und ich genutzt, um die Surflehrer zu fragen, wo man gut Board kaufen kann. Daraufhin sind wir noch zu einem weiteren Laden, der auch passende Minimal Boards hatte. Den ganzen Tag habe ich überlegt, wo ich nun mein Board kaufen kann. Zum Glück haben die Läden in Südafrika auch sonntags offen, sodass ich noch eine Nacht drüber schlafen konnte.
 
Nachmittgas waren wir dann mit allen 15 an dem Strand in Jeffreys Bay, wo jedes Jahr im Juli der berühmte Billabong Pro Wettbewerb stattfindet. Supertubes heißt dieser Spot, wo es die besagte perfekte Welle gibt. Es war echt fantastisch, den Surfern hier zuzugucken. Das ist echt eine Klasse für sich.


in Jeffreys Bay, Supertubes

Supertubes in Jeffreys Bay







mit Amelie und Imke

fast wie Disneyland

Der Laden, den ich unzählige Male aufgesucht habe, bis ich mich entschieden habe.
  
Abends waren wir wieder mit allen 15 essen, in einem Restaurant, direkt am Strand, wo der Boden einfach Sand war. Das Essen war auch hier super lecker.

Sonntag war dann der Tag, an dem ich eine Entscheidung bezüglich des Boards treffen musste. Nachdem ich die beiden, die in der engeren Auswahl waren, nochmal angeguckt hatte, wusste ich welches ich nehme: das von Country Feeling. Überglücklich, mit dem Board in der Hand, habe ich den Laden verlassen. Mit 3 Softboards und meinem Board im Auto sind Joe und ich dann Sonntagmittag wieder nach EL zurück gefahren, wo wir dann nach guten 4 Stunden angekommen sind. 

Stolz wie Oskar

Der super nette Inhaber von Country Feeling war sehr geduldig mit mir, danke für die tolle Beratung!




Bei Country Feeling stehen die Pokale der Sieger des Billabong Pro

Es war ein unglaublich tolles Wochenende! Und das nicht nur, weil ich mir ein eigenes Surfboard gekauft habe, sondern auch, weil wir eine tolle Zeit mit den PE und JBay Leuten hatten!
Diese Woche werde ich auf jeden Fall noch Zeit finden, um das Board auszuprobieren! Momentan ist das nur etwas schwierig, weil eines unserer beiden Autos noch immer in der Werkstatt ist. Letzte Woche Montag hätte es schon fertig sein sollen. Das eine Auto wird den ganzen Tag für Projekte gebraucht. Jedoch fangen am Freitag die Ferien an, weswegen die Schule diese Woche eher zu Ende ist, wenn sie denn stattfindet. Ich bin mir sicher, es wird sich noch eine spontane Gelegenheit ergeben, wo ich dann mein Board ausprobieren kann. Denn hier weiß man wirklich nie, was der Tag bringt. Nichts läuft nach Plan, vor allem nicht in der letzten Woche vor den Ferien.

Freitag ist offiziell der letzte Schultag, bevor die einwöchigen Ferien beginnen. Wir werden zu den Freiwilligen nach Coffee Bay und Bulungula fahren, wo wir dann auch JBay wieder sehen werden. Ich freue mich schon riesig auf die Woche an der Wild Coast!


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