Montag, 12. September 2016

Up and down

In den ersten zwei Wochen, die ich hier war, hatten wir richtig gutes Wetter. Die Sonne schien uns es war warm. Seit letzter Woche regnet und gewittert es fast die ganze Zeit. Dadurch, dass es immer regnet, ist das Community Field, auf dem wir in der Schule Sport machen, total matschig und schlammig. Die Floradale besitzt keinen eigenen Sportplatz und auf dem Community Field gibt es keinen asphaltierten Platz, der nach einem Regenschauer trotzdem genutzt werden könnte. Am Rand des Platzes ist ein wenig Gras zu finden, aber das Feld besteht überwiegend aus Sand.
Sand + Regen = Matsche. Das wiederum bedeutet, dass wir nicht auf dem Feld Sport machen können… Die Klassenräume, also die Container, sind leider zu klein, um darin Sport zu machen. Wenn dort Tische, Stühle und Kinder drin sind, ist der Raum komplett voll. 

Der Sportplatz nachdem es geregnet hat.

Matsche


Bei diesem Wetter kann ich auch nicht mit den Floradale-Kids schwimmen gehen. Es ist viel zu kalt und die Schwimmer würden krank werden, denn der Pool ist draußen und unbeheizt. 

Mit dem Schulleiter der Barnes, Mr. Gamid, habe ich bereits abgesprochen, wie das Schwimmprojekt an der Barnes laufen soll. Zweimal die Woche werde ich mit den Kindern im Parkside Pool schwimmen gehen. Am 1. Oktober öffnen hier die Schwimmbäder wieder und ich hoffe, dass das Projekt dann auch losgeht. Als ich mir letzte Woche einen Überblick über den Parkside Pool verschafft habe, sah es so aus, als solle das Bad noch renoviert werden. Ich hoffe einfach so sehr, dass das Bad im Oktober wieder eröffnet.

Meine Projekte sind einfach vollkommen wetterabhängig. Heute Morgen war ich trotz des Regens kurz an der Schule, um mit Khanyisa, unserer Ansprechpartnerin, zu reden. Sie sagte mir auch, dass es bei diesem Wetter keinen Zweck hätte, Sport zu machen. Die Kinder würden sich ihre komplette Schuluniform einsauen. Khanyisa meinte, wir müssten einfach auf besseres Wetter warten. Etwas anderes, bleibt mir auch gar nicht übrig. Ich weiß, dass ich nichts dafür kann, dass meine Projekte momentan noch nicht wirklich laufen, aber es ist trotzdem enttäuschend, weil ich weiß, dass sie laufen würden, wenn das Wetter besser wäre …

Nun ist Geduld gefragt … 

Normalerweise hätte ich abends viermal die Woche Triathlon, jedoch findet diese Woche kein Training statt, weil die Triathleten für Klausuren lernen müssen … Gerade die Woche, wo keines meiner Projekte läuft, ist auch noch Klausurenphase …

Drei Gehminuten von unserem Haus entfernt, befindet sich ein Schwimmbad, welches wie alle Pools hier, am 1. Oktober eröffnen soll. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darauf freue! Dann kann ich endlich wieder trainieren! Und das sogar auf einer 50m Bahn!

Damit ich nicht die ganzen Tage hier zu Hause sitze und mich langweile, gehe ich mit Joe an die Parkside. Die Barnes und die Parkside sind Schulen, die einen asphaltierten Sportplatz haben. Wenn es am Tag zuvor geregnet hat, ist es trotzdem möglich, dort Sportunterricht zu machen. Joe ist zurzeit noch alleine an der Schule, weil sein Projektpartner ja den Freiwilligendienst bereits abgebrochen hat. Deswegen passt es ganz gut, dass ich da etwas aushelfe. Es ist nämlich nicht gerade leicht, mit 50 Kindern ganz alleine eine Sportstunde durchzuführen. 

Ach ja, dieses Wochenende waren wir, also alle 34 Südafrika-Freiwilligen im Eastern Cape, in Port Alfred auf dem Boat Race Festival. Es war richtig schön, alle wieder zu sehen! Leider hat es auch dort ununterbrochen geregnet, sodass das Gelände eher einem Matschfeld glich. Auch musiktechnisch war es nicht so meins, aber dennoch war es ein lustiges Wochenende, weil einfach alle von uns da waren.
 
Und zum Schluss noch ein kleines Update zu unserem Einbruch. Am Tag danach habe ich festgestellt, dass mir doch etwas geklaut wurde. Mir fehlen die Kette, die mir meine Eltern zum Abi / zum Abschied geschenkt haben und die Ohrringe, die ich von Mama hatte. Es ist eigentlich viel mehr der persönliche Wert des Schmucks, weswegen ich an diesem Abend total fertig war … Ich bin dann noch einmal zur Polizei hin, um meine Sachen auf der Liste der gestohlenen Gegenstände zu ergänzen. 
Mittlerweile haben wir ein neues Alarmsystem, die Schlösser wurden ausgetauscht und wir haben eine Eisenkette für das Gate bekommen. Dadurch fühle ich mich schon etwas sicherer hier.



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