Sonntag, 9. Oktober 2016

Von Coffe Bay nach Bulungula

Diese Woche waren Schulferien und wir haben die freie Zeit genutzt, um an die Wild Coast zu fahren. Doch am Tag bevor unser Urlaub begann, mussten wir erst einmal umziehen, denn das Haus, in dem wir gewohnt haben, wird renoviert. Im Garten unseres alten Hauses wird zudem noch ein neues Haus gebaut. Der Plan sieht so aus, dass alle Freiwilligen aus East London auf diesem Grundstück zusammen wohnen werden, und das schon am 1. Dezember! Ich bin gespannt, wann wir wirklich einziehen werden.

Samstag ging es dann jedenfalls los nach Coffee Bay, wo wir nach vier Stunden Fahrt angekommen sind. Glücklicherweise haben wir immer rechtzeitig bremsen können, wenn mal wieder Kühe, Ziegen oder andere Tiere die Straße überquert haben. Deswegen ist es auch besonders wichtig, dass man bei Tageslicht unterwegs ist.

Die Landschaft ist wirklich traumhaft, total grün, neben den Hügeln direkt das Meer. Übernachtet haben wir alle im Haus der vier Freiwilligen, die in Coffee Bay wohnen, zwei Rondavels, die miteinander verbunden sind. Diese runden Hütten sind typisch für die Gegend und sind dort überall zu sehen. 

Das Haus von Rosa, Johanna, Matthes und Leon in Coffee Bay

Die typischen Rondavels





Meistens sind die Häuser in diesem grün angestrichen

Einen Nachmittag sind wir mit dem Bakkie zum Mapuzi River gefahren und haben dort gebraait. So einen Bakkie braucht man hier auch, denn sobald man nach Coffee Bay kommt, gibt es keine asphaltierte Straße mehr, sondern nur noch Schotterwege mit riesigen Schlaglöchern. 
 
Mapuzi River

Auf einem Hügel beim River

Am Mapuzi River







Überall Kühe








Die Kühe laufen durch den Mapuzi River


















Mit dem Bakkie fahren wir wieder weg vom River

Der Bakkie schafft den Berg hinauf


Der Ngcwanguba Store ist der einzige Einkaufsmarkt weit und breit, welcher sich nur 20 Minuten entfernt von Coffe Bay befindet. Die Menschen aus den umliegenden Dörfern fahren hier mit Taxen (völlig überfüllte Minibusse) hin und dies auch nicht so häufig, wie ich erfahren habe. Der „Supermarkt“ gleicht einer riesigen Lagerhalle und ist vielleicht mit einem Baumarkt vergleichbar. Riesige Regale mit XXL Mengen an Essen kann man dort kaufen.

Ngcwanguba Store


An dem Tag, wo wir zum „Hole in the Wall“ gefahren sind, hat es wirklich ununterbrochen geregnet. Etwas entfernt von diesem Loch in der Felsenwand ist ein Restaurant, wo wir zu Mittag gegessen haben. Trotz des Regens haben wir (vielleicht acht von den 18 Volunteers, die alle in den (Ferien in CB waren) uns auf den Weg zu der Stelle gemacht, wo man das Hole sehen kann. 


Im Regen machen wir uns auf den Weg zum Hole in the Wall


Letztendlich waren wir noch zu dritt, die dann wirklich bis zum Aussichtspunkt gegangen sind. Wir waren zwar pitschnass, haben aber dafür das „berühmte“ Hole in the Wall“ gesehen. 

Auch im Regen bleibt noch Zeit für ein Foto. Seht ihr das "Hole in the Wall"?


Wanderung

Der Fußmarsch kann beginnen


Mittwoch und Donnerstag sind wir von Coffee Bay nach Bulungula gewandert. Da wir keinen Guide hatten, lautete unser Motto „Wenn die Küste links von uns ist, sind wir richtig.“ Das hat auch erstaunlicherweise echt gut funktioniert. Mittwochmittag waren wir schon beim Hole in the Wall (dieses Mal natürlich zu Fuß) und haben dort an einem kleinen Fluss Pause gemacht. Die Hälfte für diesen Tag hatten wir schon geschafft. 


Die 13 Wanderer am "Hole in the Wall"

Ich weiß nicht, wie viele Berge wir hinauf und hinunter gelaufen sind, aber es waren verdammt viele. Aber wenn man oben war, hatte man wieder eine fantastische Aussicht, weswegen sich der Anstieg immer gelohnt hat. Nach der kleinen Pause ging es auch schon wieder weiter, nur leider war ein echt breiter Fluss im Weg. Mit unserem Gepäck wollen wir da nicht durchschwimmen, weswegen wir mal wieder einen Berg hinaufgelaufen sind. Ein Local hatte wohl gemerkt, dass wir ein wenig planlos waren was den Fluss betrifft und hat uns dann zu einer flachen Stelle geführt, die wir dann problemlos überqueren konnten. 

Schuhe fliegen über den Fluss

Nach dem Fluss entdeckten wir Büsche, die als Wäscheleine dienen


Nach vielen weiteren Hügeln kamen wir dann spät nachmittags in Lubanzi an, wo wir in einem Backpackers übernachtet haben. Mit drei anderen habe ich in einem Zelt geschlafen, welches sich auf einer Erhöhung befand. Der Blick aus dem Zelt war fantastisch, direkt auf das Meer gerichtet. 

Der Backpackers in Lubanzi (im Dezember soll der "richtige" Backpackers fertig gebaut sein)

Der Ausblick aus dem Zelt

Vor dem Frühstück am nächsten Morgen habe ich die ersten Sonnenstrahlen in einer Hängematte, ebenfalls mit Meerblick, genossen. Es gab frisches, selbstgebackenes Brot, was super lecker war. Gut gestärkt haben wir dann die zweite Etappe, von Lubanzi, nach Bulungula, auf uns aufgenommen. Nach einigen Hügeln (deutlich weniger, als am Vortag) und kleinen Strecken am Strand entlang, sind wir nachmittags in Bulungula angekommen. Das Haus von Mara und Felix (die beiden Freiwilligen, die in Bulungula wohnen), befindet sich oben auf einem Berg. Es ist nicht groß, aber wir alle dreizehn Wanderer sind dort untergekommen, sowie auch noch die Leute aus CB, die abends zu uns dazugestoßen sind, nachdem sie mit dem Bakkie hergefahren waren.

Das Haus der Freiwilligen in Bulungula

Der Ausblick, wenn man aus der Hütte rauskommt ist echt fantastisch, man sieht wieder das Meer und die grünen Berge und Täler daneben. 

Man macht die Tür auf und sieht das hier

Mara und Felix haben keinen Strom und kein fließend Wasser im Haus; gekocht wird mit Gas. Alle zwei Wochen gehen die Leute vom Bulungula Incubator (BI, eine gemeinnützige Organisation für die Community) einkaufen und bringen Lebensmittel für die Bewohner mit. 

Bulungula

Am nächsten Tag sind wir mit dem Bakkie wieder zurück nach CB gefahren. Von CB haben wir dann mit unserem Mietwagen die Rückfahrt nach EL angetreten, wo wir dann abends müde und kaputt von der Woche angekommen sind. 

Die Landschaft an der Wild Coast ist einfach traumhaft und der Besuch war auf jeden Fall lohnenswert! Gerade durch die Wanderung hatten wir fantastische Blicke auf die unberührte Natur. Meine Eindrücke sind gar nicht in Worte zu fassen und ich glaube, die Bilder sprechen schon für sich.





















 















1 Kommentar:

  1. Was für ein schönes Land!
    So grün un unberührt!
    Hach ich würde viel geben auch dort zu sein :)
    "Vor dem Frühstück am nächsten Morgen habe ich die ersten Sonnenstrahlen in einer Hängematte, ebenfalls mit Meerblick, genossen."
    Naja wenigsten da kann ich mithalten. Hab mir nämlich vor dem Sommer auch eine Hängematte bestellt und manchmal
    frühstücke ich auch da drin :P
    Ich freu mich jedenfalls auf viele weitere Beiträge und Fotos!

    AntwortenLöschen